Seinszustand beim Manifestieren: So kommst du in deinen gewünschten Zustand

Seinszustand beim Manifestieren: So kommst du in deinen gewünschten Zustand

„Elena, wie komme ich eigentlich in den richtigen Seinszustand?“ oder „Ich war endlich im Seinszustand und jetzt bin ich wieder herausgefallen – was mache ich?“

Diese Fragen bekomme ich unglaublich häufig. Und ich glaube, dass ein großer Teil der Verwirrung schon beim Begriff selbst beginnt. Denn sobald du glaubst, der Seinszustand wäre irgendein besonderer Zustand, den du erst erreichen und anschließend rund um die Uhr halten musst, machst du Manifestieren schnell komplizierter, als es meiner Meinung nach sein muss.

Für mich beginnt das Verständnis an einem viel einfacheren Punkt: Du bist nicht entweder „im Seinszustand“ oder „außerhalb davon“. Du befindest dich jederzeit in irgendeinem Zustand.

Die interessantere Frage lautet deshalb nicht: „Bin ich gerade im Seinszustand?“, sondern: Welchen Zustand verkörpere ich gerade in Bezug auf meinen Wunsch?

Genau darum geht es in diesem Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Du hast nicht nur einen einzigen Seinszustand, sondern unterschiedliche Zustände für verschiedene Lebensbereiche und Situationen.

  • Ein Seinszustand besteht für mich aus deinen Annahmen darüber, wer du in einem bestimmten Bereich bist.

  • Du musst dich nicht 24/7 glücklich, verliebt oder vollkommen sicher fühlen.

  • Auch ein neutraler Zustand kann wesentlich hilfreicher sein als permanentes Grübeln, Kontrollieren und Vermissen.

  • Entscheidend ist weniger ein einzelner negativer Gedanke als die Geschichte, zu der du im Alltag immer wieder zurückkehrst.

  • Wenn du aus deinem gewünschten Zustand herausfällst, musst du nicht in Panik geraten. Du kannst bewusst wieder in eine andere Perspektive zurückkehren.

Wenn du Manifestation zunächst grundsätzlich verstehen möchtest, findest du hier meinen Überblick zum Manifestieren lernen.

Was ist ein Seinszustand beim Manifestieren?

Wenn in der Manifestationswelt vom „Seinszustand“ gesprochen wird, klingt es manchmal so, als gäbe es einen geheimnisvollen inneren Ort, in den du irgendwie hineinkommen musst.

Ich sehe das einfacher.

Du hast in verschiedenen Bereichen deines Lebens unterschiedliche Bilder davon, wer du bist und was für dich normal ist. Bei Geld kann dein inneres Bild völlig anders aussehen als bei Freundschaften. Du kannst dich beruflich sicher und erfolgreich erleben und gleichzeitig in Beziehungen sehr schnell unsicher werden.

Vielleicht denkst du im Bereich Arbeit: „Ich bekomme Dinge hin. Ich finde Lösungen. Ich kann mich auf mich verlassen.“

In Beziehungen taucht dagegen möglicherweise eine ganz andere Geschichte auf: „Menschen verlieren irgendwann das Interesse an mir. Ich muss kämpfen, damit jemand bleibt. Wenn sich jemand nicht meldet, stimmt etwas nicht.“

Beides gehört zu dir – aber es sind unterschiedliche innere Zustände.

Ich beschreibe einen Seinszustand deshalb gerne als eine Art Gerüst aus verschiedenen „Ich bin“-Annahmen innerhalb eines bestimmten Lebensbereichs.

Wenn du dir zum Beispiel immer wieder sagst oder innerlich erlebst:

  • „Ich bin jemand, für den Beziehungen schwierig sind.“

  • „Ich werde irgendwann verlassen.“

  • „Ich muss mehr investieren als die andere Person.“

Dann entsteht daraus ein anderes Beziehungserleben als aus einer inneren Haltung wie:

  • „Ich bin sicher in Beziehungen.“

  • „Ich darf mich geliebt fühlen.“

  • „Nähe muss ich mir nicht erkämpfen.“

Das bedeutet nicht, dass du jeden einzelnen Gedanken kontrollieren musst. Es geht vielmehr darum, die wiederkehrende Geschichte überhaupt erst zu erkennen.

Du hast nicht nur einen Seinszustand

Das ist ein Punkt, den ich besonders wichtig finde.

Viele Menschen behandeln den Seinszustand wie einen Schalter:

AN = Ich bin im richtigen Zustand.
AUS = Ich habe alles ruiniert.

So funktioniert es meiner Erfahrung nach nicht.

Du wechselst im Laufe eines Tages ständig zwischen unterschiedlichen Zuständen. Morgens fühlst du dich vielleicht motiviert, mittags gestresst und abends entspannt. Auf der Arbeit bist du selbstsicher, bei einer bestimmten Person wirst du plötzlich unsicher.

Grafik zu unterschiedlichen Seinszuständen in Arbeit, Beziehungen und Geld

 

Das ist menschlich.

Auch beim Thema Manifestieren musst du deshalb nicht versuchen, einen emotionalen Zustand stundenlang festzuhalten. Viel interessanter ist die Frage, welche Haltung über längere Zeit häufiger zu deiner inneren Normalität wird.

Gerade beim Thema Beziehungen wird das sehr deutlich.

Du kannst grundsätzlich ein starkes Selbstbewusstsein haben und trotzdem jedes Mal nervös werden, wenn deine bestimmte Person zwei Stunden nicht antwortet. Dann liegt das eigentliche Thema möglicherweise nicht in deinem allgemeinen Selbstwert, sondern in deinen konkreten Erwartungen innerhalb dieser Beziehung.

Darüber spreche ich ausführlicher in meinem Artikel Bestimmte Person manifestieren: Was deine Annahmen verändern.

Muss ich mich besonders fühlen, um im Seinszustand zu sein?

Einer der größten Missverständnisse ist für mich die Vorstellung, du müsstest dich permanent euphorisch fühlen.

Du möchtest eine Beziehung manifestieren und denkst deshalb:

„Wenn ich bereits mit dieser Person zusammen wäre, wäre ich total verliebt. Also muss ich mich jetzt den ganzen Tag verliebt fühlen.“

Dadurch entsteht sofort neuer Druck.

Du überprüfst deine Gefühle. Du fragst dich, ob du „hoch genug schwingst“. Du bemerkst einen schlechten Moment und glaubst, du hättest deinen Zustand verloren.

Dabei kann ein gewünschter Zustand sehr ruhig sein.

Stell dir eine Beziehung vor, die bereits seit längerer Zeit stabil und liebevoll ist. Du würdest wahrscheinlich nicht jede Sekunde ekstatisch durch deine Wohnung springen, nur weil du in einer Beziehung bist. Vieles würde sich schlicht normal anfühlen.

Genau diese Normalität finde ich spannend.

Nicht: „OH MEIN GOTT, ICH HABE ES!“

Sondern eher: „Ja. So ist mein Leben.“

Wie komme ich in einen gewünschten Seinszustand?

Ich mache es gerne unglaublich praktisch.

Wenn du an deine Wunschbeziehung oder eine bestimmte Person denkst, kannst du dich beispielsweise fragen:

„Was würde ich jetzt erleben, wenn diese Beziehung bereits so wäre, wie ich sie mir wünsche?“

Vielleicht kommt dir sofort ein Bild in den Kopf. Ihr kocht gemeinsam. Ihr sitzt im Auto. Die Person bringt dir Blumen. Ihr telefoniert in der Mittagspause. Ihr liegt abends gemeinsam auf der Couch.

Du musst daraus keine zwanzigminütige perfekte Visualisierung machen.

Manchmal reicht eine kurze Vorstellung.

Bei mir funktionieren zum Beispiel innere Selbstgespräche sehr gut. Ich bin sowieso jemand, der viel mit sich selbst spricht. Deshalb war es für mich oft natürlicher, innerlich über meine gewünschte Beziehung zu sprechen, als eine Szene kristallklar visualisieren zu wollen.

Das ist ein wichtiger Punkt: Die Methode sollte zu dir passen.

Visualisierung, Affirmationen und Scripting sind Werkzeuge. Sie sind nicht der eigentliche Zweck. Weitere Ansätze findest du in meinem Überblick zu Manifestationsmethoden & Techniken.

Video: Seinszustand beim Manifestieren ausführlich erklärt

Im Video zeige ich das Konzept auch visuell und erkläre anhand einer einfachen Darstellung, warum positive, neutrale und negative Zustände über einen Tag hinweg wechseln können.

Positiver, neutraler und negativer Zustand

Nehmen wir an, du denkst an einem Tag zehnmal an deine bestimmte Person.

Beim ersten Mal stellst du dir vor, wie sie dir Blumen bringt. Für diesen Moment bist du innerlich bei einer positiven Beziehungserfahrung.

Später arbeitest du konzentriert und denkst überhaupt nicht an diese Person. Das ist kein Problem. Du bist einfach neutral.

Dann stehst du im Auto an einer Ampel und plötzlich beginnt das Grübeln:

„Warum meldet sie sich nicht?“

„Was macht sie gerade?“

„Denkt sie überhaupt noch an mich?“

Jetzt bist du innerlich wieder bei der Geschichte von Distanz und Trennung.

Eine Stunde später stellst du dir vielleicht vor, wie ihr miteinander FaceTimed, und der Gedanke fühlt sich angenehm und selbstverständlich an.

Genau so sieht ein normaler Tag aus.

Der Fehler wäre meiner Meinung nach, aus dem einen negativen Moment sofort die nächste Katastrophe zu machen:

„Oh nein. Ich habe negativ gedacht. Jetzt habe ich meine Manifestation zerstört.“

Damit erzeugst du nur eine zusätzliche Ebene von Kontrolle.

Ein einzelner Zweifel ist nicht das Problem

Menschen zweifeln.

Auch Menschen in glücklichen Beziehungen haben nicht jede Sekunde hundertprozentige Gewissheit über alles, was jemals passieren wird.

Sicherheit bedeutet für mich deshalb nicht, niemals einen schwierigen Gedanken zu haben. Sicherheit bedeutet eher, dass ein schwieriger Gedanke nicht sofort deine gesamte innere Geschichte übernimmt.

Du kannst einen Zweifel bemerken und trotzdem wieder zu einer anderen Haltung zurückkehren.

Genau darin liegt ein großer Unterschied.

Muss ich 24/7 im Seinszustand bleiben?

Nein.

Du musst nicht den ganzen Tag an deine Manifestation denken.

Bitte lebe dein Leben.

Du hast Freunde, Arbeit, Hobbys, Sport, Termine und wahrscheinlich noch einige andere Dinge, die deine Aufmerksamkeit verdienen. Wenn du drei Stunden konzentriert arbeitest und in dieser Zeit überhaupt nicht an deine bestimmte Person denkst, ist das nicht automatisch ein negativer Zustand.

Es ist schlicht neutral.

Und gerade wenn du bisher extrem viel kontrollierst, nach Zeichen suchst oder ständig überprüfst, ob sich bereits etwas verändert hat, kann Neutralität sogar sehr entlastend sein.

Du musst nicht permanent versuchen, einen positiven Gedanken aufrechtzuerhalten.

Manchmal darf die gesündere innere Reaktion einfach sein:

„Ich möchte darüber gerade nicht nachdenken. Ich kümmere mich jetzt um mich und meinen Tag.“

Was mache ich, wenn ich aus meinem gewünschten Zustand herausfalle?

Zunächst würde ich das Wort „herausfallen“ nicht dramatisieren.

Du hast nichts kaputt gemacht.

Du bemerkst lediglich, dass du gerade wieder in einer alten Geschichte gelandet bist.

Vielleicht vermisst du jemanden. Vielleicht fühlst du dich unsicher. Vielleicht taucht plötzlich der Gedanke auf: „Diese Person kommt sowieso nie zurück.“

Dann musst du diesen Gedanken nicht bekämpfen.

Du kannst erst einmal erkennen:

„Okay. Das ist gerade die Geschichte, in der ich gelandet bin.“

Danach kannst du entscheiden, was sich für dich gerade besser anfühlt.

Vielleicht möchtest du bewusst in eine angenehmere Vorstellung wechseln. Vielleicht möchtest du dir vorstellen, wie deine Person dich umarmt oder dir einen Kuss auf die Wange gibt.

Vielleicht willst du aber auch gar nicht weiter an die Person denken.

Dann geh zurück in Neutralität.

Mach Sport. Lies ein Buch. Arbeite. Ruf einen Freund an. Koch etwas.

Das Ziel ist nicht, dich zwanghaft in einen bestimmten Gedanken hineinzupressen, sondern bewusster zu werden, welche Geschichte du immer wieder fütterst.

Warum Neutralität unterschätzt wird

Gerade wenn du eine Trennung erlebt hast oder sich eine Person zurückgezogen hat, kann der Sprung von

„Sie will nichts mehr von mir“

zu

„Wir sind total glücklich zusammen“

innerlich sehr groß wirken.

Dann musst du nicht sofort versuchen, dich in maximale Euphorie hineinzuzwingen.

Neutralität kann ein sinnvoller Zwischenschritt sein.

Statt:

„Warum meldet er sich nicht? Bestimmt ist jemand anderes da. Ich habe alles ruiniert.“

könnte deine Haltung zunächst einfach sein:

„Ich weiß gerade nicht, was passiert. Ich muss es aber auch nicht in jeder Sekunde analysieren.“

Das nimmt häufig schon enorm viel Druck aus der Situation.

Und aus dieser Ruhe fällt es dir möglicherweise leichter, später wieder eine gewünschte Perspektive einzunehmen.

Der entscheidende Punkt ist das Zurückkehren

Ich mag den Gedanken des Zurückkehrens wesentlich mehr als den Gedanken des perfekten Haltens.

Du musst keinen Zustand fünf Stunden am Stück festhalten.

Stattdessen kannst du immer wieder bemerken:

„Ah. Da ist wieder die alte Geschichte.“

Und dann entscheiden:

„Möchte ich darin bleiben?“

Wenn nicht, kehrst du zurück.

Vielleicht für dreißig Sekunden. Vielleicht für zwei Minuten.

Danach gehst du weiter mit deinem Tag.

So wird Manifestieren aus meiner Sicht wesentlich alltagstauglicher. Es ist dann kein permanenter mentaler Vollzeitjob mehr.

Genau das ist übrigens eng mit einem Problem verbunden, über das ich bereits ausführlich geschrieben habe: Wenn du ständig kontrollierst, ob deine Methoden endlich funktionieren, kann Manifestieren immer anstrengender werden. Dazu findest du hier meinen Artikel Manifestation funktioniert nicht? Warum du trotz Affirmationen feststeckst.

Dein Alltag zeigt dir deine eigentliche Geschichte

Eine zehnminütige Affirmationsroutine kann hilfreich sein.

Aber ich würde zusätzlich darauf achten, was du in den restlichen Stunden des Tages automatisch über deinen Wunsch denkst.

Angenommen, du affirmierst morgens:

„Ich bin geliebt.“

Danach überprüfst du zwanzigmal dein Handy, analysierst den Online-Status einer Person und denkst jedes Mal:

„Warum schreibt sie mir nicht?“

Dann würde ich nicht versuchen, einfach noch hundert weitere Affirmationen darüberzulegen.

Ich würde mich fragen:

Welche Annahme zeigt sich gerade hinter meinem Verhalten?

Vielleicht lautet sie:

„Wenn ich nichts kontrolliere, verliere ich die Kontrolle.“

Oder:

„Wenn sich jemand nicht meldet, bedeutet das Ablehnung.“

Oder:

„Ich muss etwas tun, damit ich geliebt werde.“

Genau dort wird Manifestationsarbeit für mich interessant.

Nicht beim perfekten Satz.

Sondern bei der Geschichte darunter.

Seinszustand und bestimmte Person manifestieren

Beim Manifestieren einer bestimmten Person wird dieses Konzept besonders emotional.

Denn dort geht es nicht um irgendein abstraktes Ziel. Es geht häufig um Liebe, Verlust, Nähe, Zurückweisung oder die Hoffnung auf Versöhnung.

Deshalb möchte ich an dieser Stelle etwas Wichtiges ergänzen: Innere Arbeit ist kein Ersatz für reale Kommunikation, gegenseitige Zustimmung oder die Grenzen eines anderen Menschen.

Du kannst deine eigenen Gedanken, Erwartungen und Reaktionen verändern. Du kannst daran arbeiten, Beziehungen nicht permanent aus Angst und Kontrolle zu erleben.

Aber die Entscheidungen eines anderen Menschen bleiben dessen Entscheidungen.

Für mich ist genau deshalb die sinnvollere Frage nicht:

„Wie kontrolliere ich diese Person?“

Sondern:

„Wer möchte ich selbst innerhalb einer Beziehung sein und welche Art von Beziehung möchte ich erleben?“

Das ist eine wesentlich stärkere Ausgangsposition.

Eine einfache Übung für deinen Alltag

Probier heute einmal etwas sehr Einfaches.

Immer wenn dein Wunsch oder deine bestimmte Person auftaucht, beobachte für einen Moment, was automatisch in dir passiert.

Nicht bewerten. Nur beobachten.

Ist deine erste Reaktion Nähe?

Ist sie neutral?

Oder beginnt sofort eine Geschichte über Verlust, fehlende Nachrichten, Zeit, Umstände und Probleme?

Allein diese Beobachtung kann dir unglaublich viel zeigen.

Danach entscheidest du bewusst, ob du diese Geschichte gerade weiterschreiben möchtest.

Du musst nicht jedes Mal eine riesige Manifestationsroutine daraus machen.

Manchmal reicht ein kurzer Gedanke:

„Nein. Das ist nicht die Geschichte, in der ich weiterleben möchte.“

Und dann gehst du weiter.

Du verstehst den Seinszustand theoretisch – fällst aber trotzdem immer wieder in alte Muster zurück?

Vielleicht weißt du längst, dass du nicht ständig kontrollieren, auf Zeichen achten oder jeden Gedanken korrigieren musst – und trotzdem reicht manchmal ein Trigger oder eine ausbleibende Veränderung, damit du wieder in Zweifel, Warten oder Overthinking landest.

In meinem kostenlosen Online-Training zeige ich dir die 3 verborgenen Hindernisse, die dich trotz Manifestationswissen immer wieder in alte Muster zurückziehen – und meinen 4-Schritte-Weg zurück in einen stabileren Seinszustand.

Außerdem teile ich mit dir die entscheidende Erkenntnis, die für mich persönlich eine große Rolle gespielt hat, bevor ich meine heutige Wunschbeziehung in 28 Tagen manifestiert habe.

Häufige Fragen

Was bedeutet Seinszustand beim Manifestieren?

Mit Seinszustand meine ich die innere Haltung beziehungsweise die wiederkehrenden Annahmen darüber, wer du in einem bestimmten Lebensbereich bist und was du dort als normal erwartest. Du kannst deshalb beispielsweise beruflich einen ganz anderen Zustand erleben als in Beziehungen.

Wie komme ich in den gewünschten Seinszustand?

Du kannst dich zum Beispiel fragen, wie ein ganz normaler Moment deines Lebens aussehen würde, wenn dein Wunsch bereits Teil deiner Realität wäre. Daraus kann eine kurze Vorstellung, ein inneres Gespräch oder einfach eine neue Perspektive entstehen. Es muss keine lange oder perfekte Technik daraus werden.

Muss ich 24/7 im positiven Seinszustand bleiben?

Nein. Du denkst nicht den ganzen Tag an denselben Lebensbereich und musst auch nicht jede Sekunde positiv sein. Ein neutraler Zustand gehört für mich genauso zu einem normalen Alltag. Entscheidend ist weniger ein einzelner Gedanke als die Geschichte, zu der du immer wieder zurückkehrst.

Was mache ich, wenn ich aus dem Seinszustand herausfalle?

Zunächst musst du daraus kein Problem machen. Du bemerkst lediglich, dass du gerade wieder in einer alten Geschichte oder Reaktion gelandet bist. Danach kannst du bewusst entscheiden, ob du in eine andere Perspektive zurückkehren oder deine Aufmerksamkeit zunächst auf etwas völlig anderes richten möchtest.

Muss ich beim Manifestieren starke Emotionen fühlen?

Nein. Ein gewünschter Zustand kann sich sehr ruhig und selbstverständlich anfühlen. Du musst nicht permanent euphorisch oder verliebt sein. Gerade Normalität kann ein wesentlich passenderes Bild eines stabilen Zustands sein.

Wie funktioniert der Seinszustand bei einer bestimmten Person?

Gerade bei einer bestimmten Person lohnt es sich, auf deine wiederkehrenden Erwartungen innerhalb von Beziehungen zu achten. Statt zu versuchen, einen anderen Menschen zu kontrollieren, kannst du beobachten, welche Beziehungsgeschichte du über dich, Nähe, Sicherheit und gegenseitige Wertschätzung wiederholst. Reale Grenzen und Entscheidungen des anderen Menschen bleiben dabei zu respektieren.

Zusammenfassung

Der Seinszustand ist für mich kein mysteriöser Zustand, den du einmal erreichen und anschließend krampfhaft festhalten musst. Du bewegst dich im Laufe deines Tages ohnehin durch unterschiedliche innere Zustände – und auch in verschiedenen Lebensbereichen können deine Annahmen völlig unterschiedlich sein.

Interessant wird es deshalb dort, wo du beobachtest, zu welcher Geschichte du in Bezug auf deinen Wunsch immer wieder zurückkehrst.

Du musst nicht 24/7 positiv sein. Du musst Zweifel nicht bekämpfen. Und du musst deine Manifestation nicht den gesamten Tag mental bearbeiten.

Lerne stattdessen, alte Muster früher zu erkennen. Erlaube dir Neutralität. Und wenn du merkst, dass du wieder komplett in einer unerwünschten Geschichte gelandet bist, kannst du bewusst eine andere Perspektive wählen.

Nicht perfekt, aber immer wieder.

ÜBER DIE AUTORIN

Elena, Autorin bei einfachmanifestieren.de

Ich beschäftige mich mit bewusstem Manifestieren, Seinszuständen und inneren Mustern. Hier teile ich praktische Impulse, mit denen du Manifestation einfacher verstehen und in deinen Alltag integrieren kannst.

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